Der Barmstedter Friedhof an der Lutzhorner Landstraße wurde am 20. November 1892 eingeweiht. Drei Tage später wurde die erste Beerdigung abgehalten. Zum Gedenken an diese erste Beisetzung, womit der neue Friedhof in Betrieb genommen wurde, ist am 21. Oktober 1988 auf Weisung des damaligen Verwalters Paul Harbeck ein Stein gesetzt worden. - Es sollte dies nun schon der dritte Friedhof in der Geschichte der Kirchengemeinde Barmstedt sein.

 

Der erste "Kirchhof" wird in den Chroniken im Zusammenhang mit der kleinen Margarethen-Kirche in Barmstedt erwähnt. In Bezug auf die viel zu kleine Kirche lesen wir in der Chronik, "daß auf den Wegen des Kirchhofes rund um die Kirche sehr viele Menschen standen.

Der zweite Barmstedter Friedhof wurde am 14. Julius des Jahres 1844 "draußen vor der Stadt" an der Moltkestraße eingeweiht. Dieser Friedhof wurde 1872 noch einmal erweitert und dann im jahre 1910 geschlossen.

Von 1892 bis 1910 wurde also auf zwei Friedhöfen zugleich beerdigt. Hierbei wurden auf dem "alten Friedhof" nur die Familiengräber genutzt, während neue Familiengräber auf dem Friedhof am Meßhorn eingerichtet wurden.

Wenn wir uns in diesem Zusammenhang ein Bild von der Größe der Stadt Barmstedt in jener Zeit machen würden, kämen wir schnell zu der Einsicht, dass jeweils der neue Friedhof "draußen vor der Stadt" angelegt worden ist.